Diagnose

So gehen Sie vor, wenn Sie den Verdacht auf Glutenunverträglichkeit haben.

Schritt 1: Anamnese

Haben Sie die typischen Symptome einer Glutenunverträglichkeit wie Bauchschmerzen, Durchfall, Fettstuhl, Blähungen, Gewichtsverlust sowie bei Kindern Blähbauch, Appetitlosigkeit, Erbrechen?

Besteht eine familiäre Häufung von Glutenunverträglichkeit?

Schritt 2: Testdiät

Wenn durch eine vorübergehende glutenfreie Diät Besserung der Beschwerden eintritt, erhärtet dies den Verdacht auf Glutenunverträglichkeit. Bleiben die Beschwerden, ist dies allerdings kein Ausschluss dafür, da der Dünndarm nicht bei jedem so schnell auf die Ernährungsumstellung reagiert.

Schritt 3: Antikörpertest

Wer an einer Glutenunverträglichkeit leidet, bildet durch immunologische Reaktionen Antikörper gegen das Gliadin aus dem Getreide und gegen Autoantigene im Endomysium. Diese Antikörper können im Blut nachgewiesen werden.

Mittlerweile gibt es dafür einen einfachen Heimtest Partnerlink, bei dem ein Tropfen Blut aus der Fingerspitze genügt. Mit dem Test weist man eine Glutenunverträglichkeit mit einer Sicherheit von mehr als 97% nach.

Schritt 4: Dünndarmbiopsie

Bei Bestätigung des Verdachts durch Anamnese und Antikörpertest kann eine Dünndarmbiopsie erfolgen. Hier wird bei einer Magenspiegelung eine Probe vom Dünndarm entnommen. Diese Probe wird histologisch auf Entzündungszellen, Länge der Zotten sowie den Zustand der Mikrovilli untersucht.