Therapie

Bis heute bleibt Betroffenen nur eine glutenfreie Diät. Doch es wird an Methoden geforscht, das Leben mit der Glutenunverträglichkeit leichter zu machen.

Die Ursachen für Zöliakie sind bis heute nicht geklärt. Zwar zeigt sich oftmals eine familiäre Häufung bei Verwandten ersten Grades, aber neben genetischen Merkmalen können auch Infektionen und Umweltfaktoren eine Rolle spielen. Bisher gibt es keine ursächliche Therapie, sondern lediglich eine lebenslange glutenfreie Diät. Allerdings gibt es alternative therapeutische Behandlungsansätze.

Zum einen sollen Lebensmittel schon bei der Produktion glutenfrei sein. Im Klartext heißt das: Das Gluten soll mit Hilfe von Peptidasen (Enzyme) direkt im Lebensmittel abgebaut werden. So gibt es bereits glutenfreie Weizenstärke, und selbst glutenfreies Bier auf Gerstenbasis ist bereits umgesetzt worden.

Ein weitaus interessanterer Aspekt dürfte das Bestreben nach einem Medikament sein. Ähnlich wie bei der Laktoseintoleranz soll eine Tablette vor dem Verzehr glutenhaltiger Lebensmittel vom Patienten eingenommen werden. Diese soll das Gluten in der Nahrung bereits im Magen spalten und soweit abbauen, dass im Dünndarm keine Immunreaktion ausgelöst wird. Solche Tabletten befinden sich tatsächlich in der präklinischen Forschung. 2007 gründete sich unter Ralf Pasternack und Martin Hils das Unternehmen Zedira, das zwar inzwischen zu einem anderen Portfolio gehört, aber die Entwicklung eines Medikamentes nach wie vor zügig vorantreibt. Experten rechnen damit, dass eine Marktführung innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre stattfinden kann.

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